Vom 19. bis 21. August fand in Shanghai das Global New Energy Vehicle Cooperation and Development Forum (GNEV2026) statt. Unter dem Motto „Neue Wege der globalen Zusammenarbeit in der Automobilbranche“ brachte es Vertreter aus Politik, Industrie, Hochschulen und Forschung zusammen. Im Mittelpunkt standen politische Rahmenbedingungen, technologische Zusammenarbeit und Kooperationen in verschiedenen regionalen Märkten.

Am Vormittag des 21. August nahm JDO-Gründer und CEO Wang Yifei auf Einladung am Forum zur Internationalisierung intelligenter Fahrzeugtechnologie teil. In seiner Keynote „Die nächste Phase der Internationalisierung intelligenter Fahrzeuge – von der Produktlieferung zum gemeinsamen Aufbau lokaler Fähigkeiten“ erläuterte er anhand von mehr als zehn Jahren Arbeit JDOs an KI und Digitalisierung im Fahrzeugcockpit, wie chinesische Anbieter in Auslandsmärkten nicht nur präsent sein, sondern dort dauerhaft Fuß fassen können.
Intelligente Cockpits in neuen Märkten: vom stabilen Betrieb zur langfristigen Betreuung
Nach Wang Yifeis Einschätzung gilt die intelligente Fahrzeugtechnologie Chinas inzwischen als Maßstab in der Branche. Sie lässt sich jedoch nicht einfach in andere Märkte kopieren. Für ein intelligentes Cockpit in einem neuen Markt beschreibt er drei Schritte: Zunächst muss es zuverlässig laufen – Fahrzeugsystem, Karten, lokale Nutzerkonten und Cloud-Dienste müssen an örtliche Gegebenheiten angepasst sein. Danach müssen lokale Dienste funktionieren – etwa Zahlung, Laden und vernetzte Fahrzeugdienste in einem zusammenhängenden Angebot. Schließlich braucht es Ansprechpartner und Betrieb bei Problemen – mit einem langfristigen Wartungsmechanismus, laufenden Versionsaktualisierungen und dauerhaft verfügbaren Diensten.

Kernaufgaben der Internationalisierung: von der globalen Plattform zum gemeinsamen Ökosystem
Aus diesen Überlegungen leitete Wang Yifei drei Bereiche ab, in denen JDO Fähigkeiten für die Internationalisierung intelligenter Fahrzeuge aufbauen will:
Erstens: eine globale Plattform aufbauen. Beim Export chinesischer Fahrzeuge lässt sich eine heimische Plattform nicht einfach übernehmen. Von Anfang an muss geklärt werden, welche Fähigkeiten weltweit gemeinsam genutzt und welche vor Ort neu umgesetzt werden müssen. JDOs Cockpitarchitektur basiert auf dem selbst entwickelten KI-Großmodell Canghai; die Servicefunktionen wurden MCP-fähig gemacht. So lassen sich örtliche Anforderungen flexibel berücksichtigen, etwa indem ein Cloud-Modell durch ein weltweit einsetzbares, lokal regelkonformes Modell ersetzt und ein Modell im Fahrzeug auf lokale Anforderungen abgestimmt wird.
Zweitens: dauerhafte Dienste bereitstellen. Im Zeitalter von KI-Großmodellen endet die Arbeit nicht mit dem Serienstart (SOP). Rechtliche Vorgaben, Cloud-Bereitstellung, Datenschutzvereinbarungen und die Verarbeitung biometrischer Daten unterscheiden sich je nach Markt. Der Betrieb von Diensten kann deshalb nicht dem Entwicklungsrhythmus eines Fahrzeugmodells von 18 bis 36 Monaten folgen. Er muss auf lokale Anforderungen innerhalb von Wochen oder Monaten reagieren können.
Drittens: das Ökosystem gemeinsam aufbauen. Fahrzeughersteller, Plattformanbieter und lokale Partner müssen ihre Aufgaben abstimmen. JDO hat bereits eine zweistufige Grundlage für internationale Kooperationen: Zum einen hat das Unternehmen seine Lösungen mit Chip-Partnern wie Qualcomm umfassend angepasst und bislang mehr als 30 Automobilhersteller weltweit betreut, darunter BBA, Porsche und Bentley sowie Luxusmarken, Joint-Venture-Marken und chinesische Hersteller. Zum anderen kooperiert es mit mehr als 100 Ökosystempartnern weltweit in Bereichen wie Navigation, Musik, Video, Spiele, Mobilität und lokale Dienste, um praktische Bedürfnisse von Nutzern im Ausland zu bedienen.

Der Übergang von der reinen Produktlieferung zum gemeinsamen Aufbau lokaler Fähigkeiten ist ein notwendiger Weg für die Internationalisierung intelligenter Fahrzeugtechnologie aus China. JDO will seine in China entwickelte Erfahrung mit intelligenten Cockpits weltweit einsetzen. Künftig setzt das Unternehmen dabei auf technologische Innovation, globale Plattformen, dauerhafte Dienste und den gemeinsamen Aufbau von Ökosystemen. Zusammen mit Fahrzeugherstellern und Partnern möchte es Mobilitätserlebnisse schaffen, die Nutzerbedürfnisse besser verstehen und berücksichtigen, und so zur internationalen Entwicklung intelligenter Fahrzeugtechnologie beitragen.